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Juni 2008 PHI Info von:   PHI
Wer finanziert Obama ?
   

Eine durch Selbstorganisation initiierte, von Unten erblühende, jugendliche Graswurzelbewegung, die über ein hohes Maß an Autonomie verfügt, trug Barack Obama auf einer Welle von Sympathie zu elf Vorwahlsiegen hintereinander . In Texas verlor er die Vorwahlen nur knapp und gewann die Caucuses.

Die demokratische Lokalpolitikerin Dorothy Dean aus Dallas, die noch den Wahlkampf Bill Clintons in dieser Stadt managte, erklärte dieses Phänomen am Beispiel ihres Heimatortes. Demnach begehe Clinton eigentlich keine gravierenden Fehler, es sei eher die neue Bewegung, die Barack Obama ausgelöst habe, gegen die sich die Senatorin aus New York so schwer tue.

Angesichts der einsetzenden Rezession in den USA und der damit einhergehenden Erosion der amerikanischen Mittelsicht, angesichts von Demokratieabbau, staatlich legitimierter Folter und des Fiaskos im Irak sehnen sich viele US-Bürger nach einem radikalen Umbruch, nach einem Neuanfang. Diese Hoffnungen werden oftmals auf den Obama projiziert und Obama vermag es, diese Massenbewegung geschickt zu kanalisieren.

Auch finanziell schlägt der farbige Präsidentschaftskandidat alle Rekorde. Allein im Februar konnte er 55 Millionen US-Dollar an Spenden einsammeln, während Hillary Clinton nur 35 Millionen erhielt. Stolz betont Obamas Wahlkampfteam, im Unterschied zu Clinton keine Spendengelder von Lobbyisten entgegen zu nehmen. Eine der Grundaussagen seiner Wahlkampagne lautet, dass Obama ein über den Partikularinteressen einzelner Lobbys und Gesellschaftsgruppen stehender Politiker sei. Der von ihm versprochene Wechsel soll sich allein an einem – nie genau definierten – Gemeinwohl orientieren.

Umso erstaunlicher ist es, gerade die wirtschaftlichen Kräfte unter den größten Unterstützern des "Kandidaten des Wechsels" zu finden, die für den desaströsen Zustand der US-Ökonomie verantwortlich sind. Die ehemals an der Wall Street tätige Journalistin Pam Martens beschrieb in einem Artikel für das Nachrichtenportal Counterpunch das Geldkartell des Barack Obama, das nun dessen Wahlkampf massiv fördert.

Es sind Counterpunch zufolge ausgerechnet die Schwergewichte unter den Finanzinstituten der Wall Street, in denen man kaum farbige Mitarbeiter finde, die nun einen "Schwarzen Mann" ins Weiße Haus bugsieren wollen. Unter den spendabelsten Unterstützern des farbigen Kandidaten der Hoffung und des Wechselns finden sich solch illustre Finanzinstitute wie Goldman Sachs, UBS, Lehman Brothers, PG Morgan, Citigroup, Morgan Stanley und Credit Suisse. Sieben von Obamas 14 wichtigsten Spendern bestehen gerade aus diesen Wall Street Finanzinstituten, die laut Martens für die Ausplünderung der öffentlichen Finanzen und das Desaster auf den US-Immobilienmarkt verantwortlich sind. Hinzu kommen mit der Citadel Investment Corporation ein Hedgefond sowie sechs einflussreiche, auf Wirtschaftslobbyismus spezialisierte Anwaltskanzleien. Allein diese "Wall-Street-Connection" pumpte bis zum 1. Februar 2008 an die 2,8 Millionen US-Dollar in die Wahlkampagne Obamas.

Da individuelle Spenden an die Kandidaten im Vorwahlkampf auf 2300 Dollar begrenzt sind, wird in Unternehmen sehr häufig die Praxis des "Bündelns" von Zuwendungen praktiziert. So sammelten zum Beispiel bis Oktober 2007 die Angestellten der Investmentbank Goldman Sachs 338.690 US-Dollar für Hillary Clinton und 360.328 US-Dollar für Barack Obama, die dann gebündelt auf deren Wahlkampfkonten gingen. Ähnlich großzügig zeigten sich andere Finanzgesellschaften und Versicherungen, die in ihrer Spendenfreude keinen sonderlichen Unterschied zwischen Clinton und Obama machen.

Der Beraterstab Obamas lässt ebenfalls kaum einen radikalen Politikwechsel erwarten. Seine Berater ließen keine Zweifel daran aufkommen, dass die Grundzüge der bisherigen US-Politik unverändert auch unter einem Präsidenten Obama fortgeführt würden,schreib der US-Journalist Chris Floyd:

"Er wird das fortführen, was Bush tat, nur kompetenter, weniger radikal, mit einer größeren Rücksichtnahme auf das langfristige Bestehen der gegebenen Machtstruktur."

Der außenpolitische Berater des "Kandidaten des Wechselns" ist ein alter Bekannter,: Zbigniew Brzezinski, der als nationaler Sicherheitsberater Jimmy Carters in den 80ern islamische Extremisten in Afghanistan massiv militärisch und finanziell förderte, um die Sowjetunion zu destabilisieren – darunter befand sich auch Osama bin Laden.

Angesichts seiner Spender etwas seltsam wirken die Attacken Obamas gegen die Finanzinstitute, die unerfahrene, finanzschwache US-Bürger zur Aufnahme von Subprime-Hypotheken köderten und so maßgeblich zur derzeitigen Krise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt beitrugen. Die Chefin der Finanzabteilung der Wahlkampagne Obamas ist Penny Pritzker, ein Mitglied einer der reichsten Familien der USA, die sich gerade in den vergangenen Jahren durch den Handel mit Hypotheken eine goldene Nase verdiente. "Einige Bankenexperten sind der Ansicht, den Pritzkers […] stehe ein herausragender Platz in der Geschichte des Hypotheken-Fiaskos zu. Auch wenn sie der Präsidentschaftskandidaten jetzt öffentlich verteufelt, werden die "Räuber", denen Obama die Verantwortung für seine Wahlkampffinanzen übertrug, Floyds Ansicht nach auch die Kontrolle für den Staatshaushalt übernehmen, sollte ihr Kandidat das Rennen machen.

Die bisher publik gewordenen Positionen des stets um möglichst unverbindliche Formulierungen bemühten Barack Obama lassen ebenfalls kaum einen spürbaren Kurswechsel in der amerikanischen Politik erwarten. Man wisse eigentlich nichts über Obama - außer, dass er beim Regieren "Nichts unternehmen will, dass irgendwem irgendwie zu nahe treten könnte", spöttelte der Journalist Ben Tripp in einer Analyse der irrationalen Hoffnungen, die Amerikas Linke in die demokratischen Präsidentschaftskandidaten setzt:

PHI hat immer, auch in eigenen Analysen, erklärt, daß weder Hllary Clinton, noch Obama, eine grundsätzlich andere Politik machen werden, da alle Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei den gleichen Freimaurerclubs angehören, wie auch G.W.Bush..

 

 

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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.