Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter und
Freunde, anbei wieder einmal ein Beleg, daß Selbsthilfegruppen
(SHGs) im medizinischen Bereich von der Pharmaindustrie unterwandert werden.
Dieser ARD-Bericht (PANORAMA vom 27.10.2005,
http://www.ndrtv.de/panorama/data/panorama_tricksen_und_tarnen.pdf)
deckt sich mit meinen Beobachtungen. Insbesondere die großen
überregional agierenden SHGs scheinen überwiegend (alle?) von der
Pharmaindustrie finanziert zu sein, bieten also keine objektiven Informationen.
Erste Hinweise dafür liefern meist deren sehr aufwendige, professionell
gestaltete Internetseiten (d.h. mit finanzieller und fachlicher
Unterstützung der Industrie), die meist auch links zu Pharmafirmen und
deren Produkten aufweisen. Des weiteren fallen kostspielige Veranstaltungen auf
(z.B. in Luxushotels), die sich unabhängige Gruppen nicht leisten
können, oder auch wissenschaftliche Beiräte (mit ranghohen
Persönlichkeiten des Medizinbetriebs), die bei reinen
Patientengruppen nicht üblich sind.
Aber auch bei kleinen regionalen SHGs sind unabhängige
Informationen oftmals rar. Dies nicht unbedingt wegen einer direkten Liaison
mit der Pharmaindustrie, sondern weil viele dieser Patientengruppen der
Indoktrination unterliegen, die von den großen pharmagesteuerten SHGs
bzw. vom Medizinbetrieb ausgeht. D.h. sie übernehmen völlig
unkritisch, ohne eigene fundierte (aus unabhängigen Quellen gewonnene)
Sachkenntnis falsche (nicht patientenorientierte) Informationen und geben diese
weiter.
Für den Ratsuchenden im medizinischen Selbsthilfebreich
ist es also nicht ganz einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Ein Indiz für industriegelenkte Informationen ist
sicherlich, wenn die beiden Hauptursachen fast aller Erkrankungen in den
westlichen Industrienationen nämlich das Defizit an Vitalstoffen
durch Fehl- und Mangelernährung sowie die Belastung mit chemischen und
physikalischen Noxen durch die Vielzahl schädlicher Industrieprodukte
völlig ausgeklammert werden und dementsprechend auch
ursachenbekämpfende Therapien keine Erwähnung finden. Denn die
etablierte Medizin ist überwiegend nur an der symptomatischen, nicht an
der ursächlichen Behandlung d.h. am Erhalt, nicht an der
Beseitigung von Erkrankungen interessiert. Schließlich macht sie
ihren Profit und nur das ist ihr Motiv - mit Krankheiten, nicht mit
Gesundheit.
Mit besten Grüßen Regina Nowack
SHG Amalgam c/o Selbsthilfe- Kontakt- und Beratungsstelle Mitte
StadtRand gGmbH Perleberger Str. 44 10559 Berlin
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