herr bundesaußenminister,
Ihnen und ganz besonders
der "menschenrechtsbeauftragten der
bundesregierung"
empfehle
ich
die lektüre des unten angefügten
berichts
über das buch eines
israelischen feldwebels,
in dem er
beschreibt,
wie
in der sogenannten
"einzigen
demokratie
im
nahen
osten" palästinenser
tagtäglich
opfer grausamer
machtspiele
und
demütigungen werden
- die
pure menschenverachtung
!
was
lassen Sie noch alles geschehen -
deportationen,
landraub,
die aggressive
siedlungspolitik
- ehe Sie gegen
solche sadistischen
ungeheuerlichkeiten laut und
öffentlich protestieren
?
wer schweigt, macht sich
mitschuldig!
Claudia Karas
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Ich
schlug einen Araber ins Gesicht
von
Gideon Levy
Ha'aretz
/ ZNet Deutschland 22.11.2003
Feldwebel
( der Reserve) Ron Furer ist nicht in der Lage, sein Leben jetzt einfach
routinemäßig fortzusetzen. Er wird von den Bildern seiner drei
Militärdienstjahre in Gaza verfolgt. Und der Gedanke, dass dies
ein Syndrom sein könnte, das jeden befällt, der an den
Checkpoints seinen Dienst macht, gibt ihm keine Ruhe. Kurz vor dem
Abschluss seiner Studien im Design-Programm an der Bezalel-Kunstakademie,
entschied er sich, alles fallen zu lassen und all seine Zeit einem Buch zu
widmen, das er schreiben möchte. Die größeren Verleger, denen
er dies Anliegen vorlegte, lehnen es ab, dieses Buch zu veröffentlichen.
Der Verleger, der es schließlich akzeptierte ( Gevanim) sagt, dass der
Steinmatzki-Buchgroßhandel sich weigert, es zum Verkauf aufzunehmen. Aber
Furer hat sich entschieden, sein Buch in die Öffentlichkeit zu
bringen.
Du kannst die härtesten politischen Ansichten vertreten, aber keine Eltern
wären damit einverstanden, wenn der Sohn ein Dieb, ein Krimineller oder
eine gewalttätige Person wird sagt Furer. Das Problem ist,
dass es nie in dieser Weise dargestellt wurde. Der junge Mann stellt sich
niemals in dieser Weise seiner Familie vor, wenn er aus den (besetzten)
Gebieten zurückkommt. Im Gegenteil er wird als Held
begrüßt, als jemand, der die wichtige Aufgabe des Soldaten
erfüllt. Keiner kann dem gegenüber gleichgültig sein, dass es
viele Familien gibt, in denen es gewissermaßen schon zwei
Generationen Kriminelle gibt. Der Vater machte dies durch und nun der
Sohn und keiner spricht am Mittagstisch davon.
Furer
ist sich sicher, dass das, was er erlebte, keineswegs einmalig ist. Zu Hause
war er ein kreativer, sensibler Abiturient des Thelma Yellin Kunst-Gymnasiums,
der am Checkpoint zum (wilden) Tier wurde, zum gewalttätigen Sadisten, der Palästinenser
zusammenschlug, weil sie ihm gegenüber nicht die nötige
Höflichkeit zeigten, der auf Autoreifen schoss, weil der Autobesitzer
(angeblich) sein Autoradio zu laut laufen ließ, der einen behinderten
Jungen, der mit Handschellen auf dem Boden des Jeeps lag, misshandelte, nur
weil er gerade seine Wut an jemandem auslassen musste. Das Checkpoint-Syndrom so auch der Titel des
Buches verwandelt jeden Soldaten nach und nach in ein (wildes) Tier
behauptet er, egal, welche Werte er von zu Hause mitbringt. Keiner kann
sich dieser ansteckenden Verhalten entziehen. An einem
Ort, an dem fast alles erlaubt ist und wo Gewalt als normales Benehmen
empfunden wird, testet jeder Soldat seine eigenen Grenzen von
Gewaltimpulsen gegenüber seinen Opfern den
Palästinensern.
Sein
Buch liest sich nicht leicht. Es ist in knapper, eindeutiger Prosa geschrieben,
in der derben und groben Ausdrucksweise der Soldaten. Er rekonstruiert Szenen
aus den Jahren, in denen er in Gaza seinen Dienst machte ( 199699), also
in Jahren, in denen es relativ ruhig war ...Er beschreibt, wie er und seine
Kameraden einige Palästinenser gezwungen haben Elinor zu
singen. Es war wirklich toll, wie diese Araber ein Zohar-Argovlied gesungen
haben wie im Film. Sie weckten Gefühle in ihm: manchmal haben
mich diese Araber wirklich angewidert, besonders die, die versuchten, vor uns
zu scharwenzeln; die Älteren, die zum Checkpoint mit diesem Lächeln
im Gesicht kommen; die Reaktionen, die sie hervorriefen:
wenn sie uns auf den Wecker gingen, fanden wir einen Weg, sie
stundenlang am Checkpoint festzuhalten. So verloren sie manchmal einen
ganzen Arbeitstag. Aber nur auf diese Weise lernen sie.
Er
beschrieb, wie sie Kinder vor einer Inspektion befahlen, den Checkpoint
zu reinigen, wie ein Soldat mit Namen Shohar ein Spiel erfand: Er
kontrollierte eine Identitätskarte und statt sie zurückzugeben, warf
er sie in die Luft. Er hatte seinen Spaß daran, wie der Araber aus seinem
Wagen aussteigen und seine Identitätskarte vom Boden aufheben musste. Mit
diesem Spiel konnte er eine ganze Schicht verbringen ,...., wie sie ein
Erinnerungsfoto mit einem blutigen, gefesselten
Araber machten, den sie zusammengeschlagen
hatten, wie Shahar auf den Kopf eines Arabers
pisste, weil der Mann es wagte, einen Soldaten anzulächeln, wie
Dado einen Araber zwang, auf allen Vieren zu gehen und
wie ein Hund zu bellen, wie sie Gebetsketten und
Zigaretten stahlen. Miro wollte, dass man ihm Zigaretten gibt, die
Araber wollten dies aber nicht, so brach Miro einem die
Hand und Boaz zerschnitt die
Reifen.
Abschreckende
Bekenntnisse
Das
abschreckendste persönliche Bekenntnis: Im
Dachgeschoss der Tel Aviver Wohnung, wo Furer, 26, jetzt wohnt, begegnet man
einem nachdenklichen, intelligenten Ich rannte auf sie zu und
schlug einem Araber direkt ins Gesicht. Niemals habe ich
jemanden so geschlagen. Er fiel auf die Straße. Die Offiziere
sagten, wir müssten ihn nach seinen Papieren durchsuchen. Wir zogen seine
Arme nach hinten, legten ihm Plastikhandschellen an. Wir verbanden ihm die
Augen, damit er nicht sieht, was im Jeep ist. Ich hob ihn von der Straße
auf. Blut floss ihm von den Lippen. Ich führte ihn hinter das Jeep und
warf ihn hinein. Seine Knie schlugen gegen die Wand und er landete drinnen. Wir
saßen hinten, unsere Füße auf dem
Araber....unser Araber lag ganz ruhig da und wimmerte leise vor sich
hin. Sein Gesicht lag gerade auf meiner Jacke. Er blutete und Speichel rann aus
seinem Mund. Das gefiel mir gar nicht und machte mich ärgerlich, so packte
ich ihn bei den Haaren und drehte ihn zur Seite. Er schrie laut auf und
wir brachten ihn zum Schweigen, indem wir härter auf
seinen Rücken traten. Das ließ ihn für eine Weile
ruhiger werden. Dann fing er wieder zu weinen an. Wir meinten, dass er entweder
behindert ist oder verrückt. Der Kompaniechef informierte uns über
die Sprechanlage, dass wir ihn zur Militärbasis bringen sollten.
Gute Arbeit geleistet, ihr Tiger, sagte er uns hänselnd. Alle
andern Soldaten standen da und warteten, was wir da gefangen hatten. Als wir
mit dem Jeep hereinkamen, klatschten sie wild Beifall und pfiffen. Wir legten
den Araber in die Nähe der Wache. Er hörte nicht auf zu weinen, und
jemand, der arabisch verstand, sagte, dass ihm die
Hände wegen der Handschellen schmerzten. Einer der Soldaten ging auf ihn
zu und stieß ihn in den Magen. Der Araber
wand sich vor Schmerzen und knurrte. Wir lachten
alle. Es war lustig ... ich stieß ihn wirklich hart in den Arsch.
Er flog nach vorne, wie ich es erwartet hatte. Sie schrieen, dass ich total
verrückt sei und lachten weiter ... und ich war glücklich.
Unser Araber war ein gerade 16 jähriger, geistig
behinderter Junge.
Im
Dachgeschoss der Tel Aviver Wohnung, wo Furer, 26, jetzt wohnt, begegnet man
einem nachdenklichen, intelligenten jungen Mann. Er wuchs in Givatayim auf,
nachdem seine Eltern in den 70er Jahren aus der Sowjetunion
immigrierten....Seine Familie sei nicht politisch gewesen. Er wollte in eine
Kampfeinheit der Armee und diente in zwei Eliteeinheiten der Infanterie. Er
machte seinen ganzen Militärdienst im Gazastreifen.
Nach der Armee
reiste er nach Indien wie so viele andere. Jetzt war ich frei. Die
seltsame Atmosphäre von Goa und die Chakras öffneten mir die Augen
...Ihr habt mich in dieses stinkende Gaza gesteckt und vorher habt ihr
mich durch eine Gehirnwäsche gehen lassen mit euren Gewehren und
Märschen. Ihr habt aus mir einen Putzlappen gemacht, der nicht mehr selbst
denkt, schrieb er aus Goa. Aber erst danach, als er in Bezalel
studierte, war es, dass ihn seine Erfahrungen beim Militärdienst wirklich
zu quälen begannen.
Mir wurde klar, dass es da ein
unveränderliches Muster gibt, sagte er. Während der 1.
Intifada war es genau so wie in der ruhigen Zeit, in der ich Militärdienst
machte, und nun während der 2. Intifada. Es wird zu einer bleibenden
Realität. Allein die Tatsache, dass so eine belastetes Thema kaum
in der Öffentlichkeit erwähnt wird, weckte in mir ein sehr
ungemütliches Gefühl. Man hört dem Opfer zu und hört auf
die Politiker, aber der Stimme, die sagt: ich tat dies, wir taten
Dinge, die falsch waren die wirklich Verbrechen waren solch
eine Stimme hörte ich nicht. Der Grund, warum sie nicht
gehört wurde, war eine Mischung von Verdrängung genau so wie
ich es selbst verdrängt und ignoriert habe und einem tiefen
Schuldgefühl. Sobald man aus der Armee entlassen ist, interessieren sich
weder Politiker noch die Medien für das, was man zu sagen hat. Ich
erinnere mich, wie sehr ich überrascht war, dass bis jetzt kein
Soldat damit in die Öffentlichkeit gegangen war. In den Debatten geht es
nur immer wieder um die Legitimität der Siedlungen in den (besetzten)
Gebieten, um die Besatzung für oder gegen aber niemals
verbunden mit der Routine, wie Besatzung aufrechterhalten wird. Davon erschien
weder in den Medien noch in der Kunst etwas.
Es
ist kein Einzelfall
Furer ist gerade dabei, zu beweisen, dass dies ein
Syndrom ist und nicht eine Sammlung von isolierten Einzelfällen.
Deshalb löschte er aus dem ursprünglichen Manuskript eine Reihe
persönlicher Details, um das Allgemeine dessen zu betonen, was er
beschreibt. Während meiner Militärzeit glaubte ich, dass ich
untypisch sei, weil mein persönlicher Hintergrund die Kunst und die
Kreativität war. Ich wurde als moderater Soldat betrachtet aber ich
fiel in dieselbe Falle, in die die meisten Soldaten auch fallen. Ohne
Angst vor Strafe und ohne Aufsicht ließ ich mich hinreißen, in
primitivster Weise zu handeln. Beim ersten Mal ist man noch aufgeregt. Mit der
Zeit gewöhnt man sich an den Checkpoint; dann wird dies Benehmen normal.
Nach und nach werden die eigenen Grenzen dieses Benehmens gegenüber den
Palästinensern getestet. Es wird immer rauer.
Je
mehr wir mit der Situation vertraut und wir uns bewusst wurden
übrigens jeder zu einem andern Zeitpunkt dass wir die
Herrschenden und die Starken waren, fühlten wir unsere Macht. Daraufhin
hat jeder seine Grenzen je nach Persönlichkeit weiter
gesteckt. Sobald der Dienst am Checkpoint zur Routine wurde, wurden alle Arten
von abweichendem Benehmen normal. Es begann mit dem Einsammeln von
Erinnerungsstücken. Wir konfiszierten Gebetsketten, dann Zigaretten und so
weiter. Es wurde normal.
Danach kamen die
Machtspiele. Wir erhielten von
oben den Befehl, dass wir uns ernsthaft und abschreckend gegenüber den
Arabern verhalten sollten. So wurde physische Gewalt auch zur
Routine. Wir fühlten uns frei, jeden
Palästinenser zu bestrafen, der am Checkpoint nicht einen
bestimmten Code von Benehmen einhielt. Jeder , von dem wir glaubten, er
benähme sich uns gegenüber nicht höflich genug oder der
versuchte, sich forsch zu benehmen, wurde schwer bestraft. Es war
absichtliche Schikane unter trivialsten
Vorwänden.
Während meines
Militärdienstes gab es keinen einzigen Vorfall, der uns aufhorchen
ließ, oder dass ein Kommandeur uns zur Rechenschaft zog. Keiner
redete darüber, was erlaubt und was verboten war. Alles war nur Routine.
In der Rückschau war es nicht etwas, das am Checkpoint geschah und das mir
das größte Schuldgefühl gab, sondern etwas, das am Zaun von
Gush Katif geschah, nachdem wir den behinderten Jungen gefangen hatten. Ich
demonstrierte das extremste Benehmen. Für mich war es die Gelegenheit,
jemanden zu fangen, am besten einen Terroristen. Hier war die Gelegenheit,
allen Druck und Frust, der sich in mir aufgestaut hatte, loszuwerden und
zwar in der Weise, wie ich wollte. Wir waren es gewöhnt, Ohrfeigen
auszuteilen, Leute in Handschellen zu legen, ein wenig mit den Füßen
zu stoßen, zu schlagen. Und hier war die Gelegenheit, in der es
gerechtfertigt war, sich ganz gehen zu lassen. Selbst der Offizier, der mit uns
war, war sehr gewalttätig. Wir gaben dem Jugendlichen eine
gehörige Portion Schläge. Und als wir zum Militärposten kamen,
fühlte ich mich richtig stolz, dass ich wie ein wirklich Starker behandelt
wurde. Sie sagten: Du bist wie ein Verrückter, was so viel bedeutete wie
Du warst richtig stark!
An den Checkpoints haben
junge Leute die Gelegenheit die Herren zu spielen. Und Macht und
Gewalt auszuspielen, wird legitimiert und dies ist ein viel
grundsätzlicherer Beweggrund als politische Ansichten und Werte, die man
von zu Hause mitbringt. Sobald Gewaltanwendung legitimiert, ja sogar
belohnt wird, besteht die Tendenz, so weit als möglich zu gehen und diese
Impulse so weit als möglich auszukosten. Es geht um die
Befriedigung des Machttriebes jenseits dessen, was die Situation erfordert.
Heute würde ich dies sadistische
Impulse nennen.
Wir waren keine Kriminellen oder
besonders gewalttätige Leute. Wir waren eine Gruppe guter Jungs, eine
relativ hoch-qualifizierte Gruppe, und für uns alle wir
sprechen noch immer über diese Zeit wurde der Checkpoint ein Platz,
an dem wir unsere Grenzen testeten: wie hart, wie grob, wie wild wir sein
konnten. Und wir dachten darüber in einem positiven Sinn nach. Die
Situation an einem gottverlassenen Platz, weit weg von zu Hause,
keinerlei Kontrolle rechtfertigte dies. Die Grenze für das, was
verboten ist, wurde nie genau gezogen. Keiner wurde jemals bestraft. Sie haben
uns einfach weitermachen lassen.
Heute bin ich davon
überzeugt, dass auch die ranghöchsten Ränge der
Brigadekommandeur, der Bataillonskommandeur sich der Macht der Soldaten
in dieser Situation bewusst sind und was sie mit dieser erreichen. Wie
könnte ein Kommandeur sich dessen nicht bewusst sein; denn je wilder und
rauer seine Soldaten sich benehmen, um so ruhiger ist es in seinem Sektor. Das
komplizierte Bild der langfristigen Auswirkungen des gewalttätigen
Benehmens ist etwas, das einem erst dann bewusst wird, wenn man den Checkpoint
verlassen hat.
Heute ist mir klar, dass der Junge, dessen
Vater wir aus fadenscheinigsten Gründen gedemütigt haben, mit
einem Hass gegen jeden aufwachsen wird, der das
vertritt, was wir gegenüber seinem Vater getan haben.
Ich verstehe jetzt endlich ihre Motive. Wir stellen die
Grausamkeit und die Macht dar. Ich bin sicher,
dass ihre Antwort mit Umständen, die mit ihrer Gesellschaft zu tun haben,
zusammenhängt Missachtung des menschlichen Lebens und die
Bereitschaft, Leben zu opfern - der ursprüngliche Wunsch aber, Widerstand
zu leisten, der Hass und die Angst sind. Dies ist meinem Empfinden nach
vollkommen gerechtfertigt und legitim -- selbst wenn es gewagt ist, dies
so auszusprechen.
Es ist unmöglich, in solch einem
emotional aufgeladenen Zustand auf Urlaub nach Hause zu gehen und sich davon
völlig zu lösen. Ich war damals gegenüber den Gefühlen
meiner Freundin sehr unsensibel. Ich war wie ein ( wildes) Tier, wenn ich auf
Urlaub war. Es steckt auch nach dem Militärdienst noch in einem.
Ich sah die Reste des Syndroms in Indien - als man mit
dunkelhäutigen Menschen zusammen war, das brachte das Schlechteste des
hässlichen Israeli ( wie Israeli dies nennen) hervor. Oder die
Art und Weise, wie man auf ein Lächeln reagiert. Wenn Palästinenser
am Checkpoint mich anlächelten, wurde ich nervös und empfand es als
Herausforderung, als Frechheit. Wenn mich jemand in Indien anlächelte,
ging ich sofort in die Defensive.
Ich war ein durchschnittlicher
Soldat, sagte er, Ich war der Spaßmacher in der Gruppe. Jetzt
sehe ich, dass ich oft der war, der in gewalttätigen Situationen die
Führung übernahm. Ich war oft derjenige, der die Ohrfeige verpasste.
Ich war derjenige, der alle möglichen Ideen hatte, wie z.B. die Luft aus
den Reifen zu lassen. Es klingt jetzt irgendwie seltsam, aber wir
bewunderten wirklich jeden, der einen Kerl zusammenschlagen konnte... Wir
bewunderten den Offizier am meisten, der seine Waffe bei jeder Gelegenheit
abfeuerte. Von allen, mit denen ich sprach, bin ich derjenige, der nun
die meisten Schuldgefühle hat ....Ein Freund aus der Armee las dies Buch
und sagte, dass ich recht hätte, dass wir schlimme Dinge getan
hätten, aber wir seien doch noch Kinder gewesen...