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Geschichtliche Entwicklung
der Fluoridierung aus: "Vorsicht Fluor", von
Dr. med. M.O. Bruker und Rudolf Ziegelbecker, emu-Verlag, ISBN
3-89189-013-3
Die seit mehr als 30 Jahren umkämpfte Fluoridierung
(Trinkwasser, Tabletten, Zahnpasten, Speisesalz) ist nicht das Ergebnis
medizinischer Forschung, sondern der Interessengemeinschaft verschiedener
Industriezweige. Allen voran die Zuckerindustrie, die ein Mittel suchte, die
Zahnkaries zu verhüten, ohne den Zuckerkonsum herabzusetzen. Die weiteren
Interessenten sind die fluorerzeugenden Industrien; davon Aluminium-, Stahl-
und Phosphatindustrie in erster Linie (angeblich soll die Aluminiumindustrie
seit den 60er Jahren infolge anderer Herstellungstechniken ausfallen) und die
Pharma-Industrie, die mit der Drohung, die Anzeigen zu entziehen,
Ärztezeitschriften an der Veröffentlichung kritischer Berichte zur
Fluormedikation hindert.
Das gemeinsam geplante "Fluor-Prophylaxeprogramm", das
natürlich von offizieller Seite abgesegnet werden mußte, ist einer
der massivsten Angriffe auf die Volksgesundheit in der medizinischen
Geschichte. Die eigentliche Fluor-Welle kommt aus den USA und hatte schon
eine Reihe von Ländern erfaßt, bevor sie auch in der Bundesrepublik
aufgenommen wurde.
So wurde die Propagandamaschine in Gang gesetzt
Dr. Harvey I. Petraborg, Aitkin Minn., USA, schreibt in einem
Artikel "Die Trinkwasser-Fluor-dierung als gutes Geschäft?": "Wenn eine
Industrie auf Absatzschwierigkeiten stößt, kann sie sich, wie die
Zeitschrift ,Life' es beschrieben hat, an ein Institut, das Mellon-Institut in
Pittsburg, wenden, um neue Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte
erforschen zu lassen. 1950 saßen die Aluminium- und Stahlindustrien
Amerikas auf großen Mengen unabsetzbarer Fluorverbindungen. Eine Zeitlang
konnten sie diese Abfälle loswerden, indem sie sie in Flüsse
leiteten. Doch im Dezember 1950 wurde die Aluminiumindustrie nach einem
großen Fischsterben, entstanden durch Natriumfluorid im
Columbiafluß, zu einer hohen Strafe verurteilt. Sie mußte neue
Verwendungen für ihre Fluoridabfälle finden, die sich täglich
häuften. Ein Teil davon ließ sich für Ratten- und
Insektenvertilgung absetzen; aber das war wenig und löste das Problem
nicht.
Es
wurde daher ein Mann des erwähnten Mellon-Institutes, namens Gerald G.
Cox, mit der Lösung des Fluorverwertungsproblems beauftragt. Er erinnerte
sich, daß Fluor Zahnzerfall verhindern könne, und schlug eine
entsprechende Verwendung der Fluoridabfälle vor. Um das zu verwirklichen,
mußte er die wissenschaftliche Welt, in diesem Fall die Ärzte und
Zahnärzte, davon überzeugen, daß Fluor für die Zähne
gut und für die Gesundheit harmlos sei. Was man bis dahin in Fachkreisen
an Tatsachen über die Wirkungen des Fluors wußte - Fluor war als
eines der schwersten Gifte bekannt - mußte begraben werden, und es
mußte dem Publikum beigebracht werden, Fluor sei kein Gift, sondern ein
notwendiger Nährstoff.
Das gelang in der Tat. Cox hatte Beziehungen zu führenden
Leuten in der Zahnärzteschaft und im Nationalen Forschungsrat (NRC). Diese
Leute erhielten von der Industrie namhafte Forschungsbeiträge. Es kam
tatsächlich so weit, daß das Fluor als ein Nährstoff deklariert
wurde.
Das Food & Nutrition Board des Nationalen For-schungsrates
akzeptierte die These, daß das Fluor ein notwendiger Stoff insbesondere
für die Ernährung der Zähne sei, dies ungeachtet der Tatsache,
daß Bevölkerungen mit vollgesunden Zähnen bekannt sind in
Gegenden, wo Fluor aus der Natur stammend fast gar nicht gefunden
wird.
Es
war nicht schwer, auch den Nationalen Gesundheitsrat (PHS) für die Sache
zu gewinnen, denn die zahnärztliche Abteilung desselben suchte seit langem
nach Entdeckungen, die jenen in der Allge-memmedizin gleichkämen. Oscar
Ewing, einer der Anwälte der Aluminium Company, war Direktor des
Wohlfahrtsministeriums (Social Security) der USA und Leiter des Nationalen
Gesundheitsdienstes (PHS). So gelang es leicht, den Fluoridierungsgedanken in
die Tat umzusetzen und Geld für die Propagierung flüssig zu
machen.
Wo
es darum geht, für eine Neuerung die Zustimmung wissenschaftlicher Gremien
und von Laienorganisationen zu bekommen, besteht der normale Weg dann, das Pro
und Contra, das sich aus wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen ergibt, in
Versammlungen und Fachjournalen zu diskutieren, bis die Auffassungen sich
klären. Dieser Weg ist in diesem Falle umgangen worden.
Stattdessen wurden sogenannte Studienkomitees gebildet. Diese
entstanden unter der Leitung von 1-2 Werbefachleuten, die die übrigen
Komiteemitglieder einseitig mit Informationen ausschließlich zugunsten
der Fluoridierung versahen und jene, welche Zweifel äußerten, als
unzuständig, uninformiert und geschäftlich interessiert bezeichneten.
Keine dieser sehr vielen Körperschaften und Organisationen
hat selbst wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirksamkeit oder
über die Unschädlichkeit des Fluors durchgeführt. Dieses Vorgehen
erfüllte seinen Zweck so gut, daß eine Lage entstand, in welcher man
für die Fluoridierung eintreten mußte, wenn man nicht sein Ansehen
verlieren wollte. Beamte des Nationalen Gesundheitsdienstes saßen auch in
führenden Stellungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und traten dort
für die Fluoridierung ein. Sie erreichten, daß die WHO sich
dafür erklärte, und das wurde zur Grundlage einer weltweiten
Kampagne.
So
wie die Tabakindustrie wissenschaftliche Untersuchungen für ihre Zwecke
anregte und mit mehr als 7 Millionen Dollar Subventionen dotierte, um die
Unschädlichkeit des Rauchens zu ,beweisen', erhielten auch hier viele
Wissenschaftler und Leiter wissenschaftlicher Körperschaften
Forschungsgelder, um zu beweisen, daß die Fluoridierung unschädlich
und gefahrlos ist.
Unser Zeitalter spaltet Atome, erforscht den Weltraum und
gebiert Wundermittel. Das läßt leicht an die Möglichkeit
glauben, daß auch der Zahnzerfall durch eine so einfache Maßnahme
wie die Trinkwas serfluoridierung verhütet werden könne. Es
wäre ja auch gar zu schön, wenn das wahr wäre, und jedermann
würde es nur zu gerne glauben. Sicher haben die Zeitumstände zu der
triumphalen Annahme der Fluoridierungsidee beigetragen. Indem überdies die
Spitzenleute der führenden Organisationen dafür gewonnen wurden,
schlössen sich auch die übrigen Mitglieder jeweils deren Meinungen an
und stellten die Sache gar nicht mehr in Frage. Das ging so zu, von oben bis
unten, und allenthalben wurde eine Menge Aufklärungsmaterial zur
Verfügung gestellt, worin von 65% Kariesreduktion, vom ,Nährstoff
Fluorid', von ,Fluormangel im Trinkwasser', von ,Kontrollierter Fluoridierung'
usw. beharrlich die Rede war.
Alle diese Behauptungen aber sind unbewiesene Konstruktionen.
Das Schlagwort ,unschädlich' stützt sich auf einseitige
Untersuchungen von McClure. Das Schlagwort ,Nährstoff Fluorid' hat
keine wissenschaftliche Grundlage, und man kann nicht von Fluormangel im
Trinkwasser reden. Dean hat schon 1936 gezeigt, daß Kinder schon bei
einem Drittel der empfohlenen Fluorkonzentration gefleckte Zähne bekommen
können, und ähnliches hat sich neuerdings
bestätigt.
Das Schlagwort ,65% weniger Zahnfäule' in den
Versuchsstädten Newburgh und Grand Rapids ist endgültig widerlegt
worden durch Forscher der Universität Melbourne u. a.
Das Schlagwort ,kontrollierte Fluoridierung' trügt. Zwar
kann dem Trinkwasser die sogenannte optimale Dosierung von 1 ppm zugefügt
werden, aber die getrunkenen Wassermengen schwanken sehr stark von Person zu Person.
In dem Augenblick, da das Fluorid im Wasser ist, hört die Kontrolle
auf.
Die Art und Weise, wie es in Amerika zur
Trinkwasserfluoridierung kam, ist in der Geschichte der Medizin ohne
Parallele."
Die Fluor-Entwicklung in der
Bundesrepublik nach H. Schöhl.
"Aufsehenerregende Untersuchungen über den Schadfaktor
Zucker in den 20er - 40er Jahren (Ganzheitsmedizi-nische Phase) alarmieren die
Industrie, einerseits wegen drohender Absatzeinbußen an Zucker,
andererseits lohnender Absatzmöglichkeiten der chemisch-pharmazeutischen
Industrie an Fluorpräparaten und Beseitigung eines lästigen
Abfallprodukts, nachdem Fluor als Medikament gegen Karies propagiert worden
war. Besonders die Aluminiumindustrie sieht darin ein lukratives Geschäft
für schädliche Stoffe, deren Beseitigung ihr Schwierig-keiten macht.
Es wird ein Plan ausgearbeitet, wie das Produkt Fluor (im Englischen
,Fluoride') eingeführt werden kann, nach marktstrategischen
Gesichtspunkten, indem .Meinungsbildner' der Zahnärzte gewonnen werden
(das Papier wurde 1960 bekannt), angefangen beim staatlichen Gesundheitsdienst,
Schriftleitern, Hochschullehrern, Verbänden.
Dieses Erfolgsrezept wurde in den 50er Jahren in die
Bundesrepublik übertragen. Ende November 1953 gründete H. J. Schmidt
die Arbeitsgemeinschaft für Fluorforschung und Kariesprophylaxe' (ORCA)
mit dem Ziel der Verbreitung der Fluormedikation und der Zeitschrift ,Caries
Research' (Editor König). Fördernde Mitglieder waren lt. Verzeichnis
vorwiegend die Zucker-, Süßwaren- und Fluorindustrie.
1965 beschließt in Gießen in geheimer Sitzung eine
Gruppe von Hochschullehrern, die Fluoridierung der öffentlichen
Wasserversorgung (beschönigend ,Trinkwasserfluoridierung' genannt) nach
USA-Muster durchzusetzen.
Auf der Tagung der Deutschen Zahnärztegesellschaft (DGZMK)
1967 in Wiesbaden sprachen erstmalig ausschließlich befürwortende
Referenten, annähernd die gleichen wie in der ORCA und IME. (IME =
Informations-kreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten, eine
PR-Organisation der Zucker- und Ernährungsindustrie).
Professor Rheinwald (,Ich habe im letzten Augenblick davon
erfahren') im Auditorium war der einzige, der darauf entgegnen konnte, wurde
aber sogleich von 3-4 Kollegen am Vorstandstisch niedergeredet.
Gleichzeitig wurden maßgebliche Schriftleiter für
die Fluoridierung gewonnen, so Krönke (Deutsche Zahnärztliche
Zeitschrift), Drum (Quintessenz), Hartlmaier (Zahnärztliche Mitteilungen),
der 1952 in seiner bekannt grobschläch-tigen Art auf die ,Fluoridisten'
schimpfte, 1963 in gleicher Weise auf die ,unbelehrbaren' Fluorgegner
(Heilsapostel, Fanatiker usw.).
Damit ist der Zeitraum, in der die Fluorlobby erfolgreich
tätig war, eingegrenzt.
Am
29. 11. 1971 schreibt Professor E. Harndt: ,In unserer wissenschaftlichen
Organisation, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und
Kieferheil-kunde, wurde die positive Einstellung zur Trinkwasserfluoridierung durch
Manipulation herbeigeführt, wobei die Masse der Anwesenden durch die
Versammlungsleiter (Krönke, Naujoks) und durch die wirtschaftlichen
Organisationen des Bundesverbandes gelenkt "wurde.'
Ab
1965 ist die zahnärztliche Fachpresse für kritische Arbeiten
weitgehend geschlossen. Auch von den Hochschullehrern wagt keiner mehr, gegen
die Fluoridierung aufzutreten. 1971 wird Gins, Schriftleiter der
"Zahnärztlichen Welt', von Naujoks gedroht, wenn er noch einen Beitrag von
Schöhl brächte, würden die Hochschullehrer nicht mehr für
ihn schreiben.
Bereits 1967 schließt der Bundesverband Deutscher
Zahnärzte mit der Vereinigung Zucker ein Abkommen auf gegenseitige
Unterstützung ab (ZM 20, 974 (1967) ,Süßes Gespräch'). In
Veröffentlichungen der Tarnorganisat-ionen (JWT, Edu-Med-Pressedienst,
Wissenschaftlicher Informationsdienst) der im Auftrag der Zuckerindustrie
arbeitenden Werbeagentur Thompson arbeiten zahnärztliche Hochschullehrer
mit. Die ,Prophylaxe-Trias' wird geboren und 1983 von BDZ und Freiem Verband
akzeptiert. Die Folgen dieser wirtschaftlich so erfolgreichen Taktik im
Gesundheitswesen sind verheerend.
Für die Zahnärzte ab den 60er Studienjahrgängen
ist die Fluoridierung zum Dogma geworden, das nicht mehr auf den
Wahrheitsgehalt überprüft wird, obwohl sich die Grundlagen der
Fluoridierung -mathematisch überprüfbare Statistiken - als
gefälscht herausgestellt haben.
Die ärztliche Seite der Zahnmedizin stagniert auf dem
Stand von vor hundert Jahren - der Millerschen Plaquestheorie von 1883, die
Miller selbst in späteren Jahren abgelehnt hat - ungeachtet der
wissenschaftlichen Ergebnisse betreffs des endogenen Faktors der Karies der
20er-50er Jahre.
Die Scheinprophylaxe der Karies verhindert eine kausale
Behandlung der Krankheiten durch isolierte Kohlenhydrate einschließlich
der Karies." |