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15.8.2003   PHI - Pressedienst
Juden, Staat Israel
Der Suhrkamp-Verlag nimmt auf jüdischen Druck das Buch eines prominenten britischen Philosophen aus dem Programm, weil das pro-zionistische Fritz-Bauer-Institut daran Anstoß nimmt: Für erhebliche Aufregung sorgte in den vergangenen Tagen in der bundesdeutschen Literaturszene der Skandal um das Buch des kanadisch-britischen Philosophen Ted Honderich „Nach dem Terror. Ein Traktat“. Das Buch war vom Suhrkamp-Verlag auf Empfehlung des Philosophen Jürgen Habermas, der sich bereits dafür entschuldigt hat, veröffentlicht worden. Der Leiter des prozionistischen Fritz-Bauer-Institutes, Micha Brumlik, hatte am vergangenen Dienstag in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG das Buch des „antisemitischen Antizionismus“ bezichtigt. Gleichzeitig behauptete er, daß das Buch angeblich zum Judenhaß aufrufen würde. Das Buch behandelt u. a. das Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern nach den Anschlägen vom 11. September. Honderich nimmt dabei die israelische Politik gegenüber den Palästinensern überaus kritisch ins Visier. Dabei zeigt er Verständnis für den Widerstand in den besetzten Gebieten. Dies löste auf jüdischer Seite heftige Reaktionen aus, welche Honderich unterstellten er würde in seinem Buch eine „Ermordung jüdischer Zivilisten in Israel“ empfehlen. Freilich vergißt Brumlik in seinen Tiraden gegen Honderich und Suhrkamp zu erwähnen, daß der Terror in Israel weitaus mehr Palästinensern das Leben gekostet hat, als Israelis. Gleichfalls vergißt er zu erwähnen, daß die Israelis in diesem Land als Besatzer weilen und das jedes Volk, daß unter fremder Gewaltherrschaft lebt, durchaus das Recht hat, sich mit den Mitteln zu verteidigen, die ihm zu Gebote stehen. Wenn Juden sich nun ausgerechnet darüber aufregen, daß es diesmal auch „jüdische Zivilisten in Israel“ trifft, so sollten sie mal Bilanz darüber führen, wieviel arabische Zivilisten bislang der israelischen Militärmaschinerie zum Opfer gefallen sind. Den Vogel schießt Brumlik vom Fritz-Bauer-Institut jedoch ab, wenn er in seiner Polemik einen Satz wie diesen zum besten gibt, so heißt es dort: „...So wie die Dinge liegen, wurde der Zionismus zu Recht von den Vereinten Nationen als rassistisch verurteilt ..." war bereits klar, worauf dies alles hinauslaufen musste. ...“ Das Fritz-Bauer-Institut vertritt also die Auffassung, daß der Zionismus nicht rassistisch ist, oder? Die Wirklichkeit spricht jedoch eine andere Sprache. Oder was bedeuten die faktische Einzäunung palästinensischen Gebietes und die neuesten Rassengesetze, die gemischten Paaren (Araber und Juden) das Leben in Israel verbieten? Freilich, Dinge wie diese läßt Herr Brumlik unbeachtet. In dem Streit sind 2 Dinge beachtlich: 1)Wie schnell ein Verlag in Deutschland ein Buch aus dem Programm nimmt, sobald einige Juden dies beanstanden, 2)Der freche, anmassende, fordernde Ton in dem die Juden den prominenten britischen Philosophen und den Suhrkampf-Verlag angreifen,


Micha Brumlik An die Leitung des Suhrkamp Verlages Sehr geehrte Damen und Herren, ich wähle diesen formlosen Weg, weil ich kurz vor meinem Urlaub stehe, aber gleichwohl meiner Empörung Ausdruck geben und Sie dessen versichern möchte, dem folgenden Vorgang demnächst weiter nachzugehen. Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich in dem in manchen Aspekten durchaus lesenswerten, soeben publizierten Buch von Ted Honderich Nach dem Terror. Ein Traktat Auslassungen über den Staat Israel und den Zionismus lesen musste, die alles, was der inzwischen zu Tode gekommene Jürgen Möllemann von sich gegeben hat, bei weitem übertreffen ( .....) Als ich dann auf Seite 53 lesen musste: "So wie die Dinge liegen, wurde der Zionismus zu Recht von den Vereinten Nationen als rassistisch verurteilt ..." war bereits klar, worauf dies alles hinauslaufen musste. Honderichs subjektiv redliches Bekenntnis auf Seite 236 war gleichwohl nicht zu erwarten: "Ich für meinen Teil habe keinen ernsthaften Zweifel, um den prominenten Fall zu nehmen, daß die Palästinenser mit ihrem Terrorismus gegen die Israelis ein moralisches Recht ausgeübt haben." Nachdem der Suhrkamp Verlag mit Martin Walsers „Tod eines Kritikers“ einen antisemitischen Roman publiziert hat, veröffentlicht er jetzt in seiner Jubiläumsreihe (!) einen politisch-philosophischen Traktat, der antisemitischen Antizionismus verbreitet, dabei die Ermordung jüdischer Zivilisten in Israel rechtfertigt und so - gemäß der strengen moralischen Logik des Autors Honderich -eben dies Tun auch zur Nachahmung empfiehlt. Man kann sich nur noch an den Kopf greifen angesichts des Umstandes - und mag es auch nicht mehr wiederholen - dass ein Verlag, der - um nur einen Zionisten zu nennen - Gerschom Scholem verlegt hat und einen Jüdischen Verlag sein eigen nennt, der einen anderen berühmten Zionisten, Agnon, verlegt, philosophischen Judenhass publiziert. Was soll all das Gerede vom deutsch-jüdischen Geist, was die Verbindung Ihres Hauses mit Amos Oz, wenn sie derlei veröffentlichen? Oder weiß die Linke nicht, was die Rechte tut? Gibt es überhaupt noch eine verantwortliche Kontrolle über das Lektorat? Das Fritz Bauer Institut, das ich leite, setzt sich nicht nur mit der Geschichte des Holocaust, sondern auch mit dessen Folgen auseinander und sieht sich dabei insbesondere Ihrem Hausautor Adorno verpflichtet, der als höchste praktische Maxime postuliert hat, dass sich Auschwitz nicht wiederholen dürfe. Dabei hat Adorno gewiss nicht nur Hass und Mord an Juden angesprochen, aber dass er das auch gemeint hat, dürfte einem Zweifel nicht unterliegen. Ich fordere Sie daher auf, das Buch von Ted Honderich unverzüglich vom Markt zu nehmen. Hochachtungsvoll Prof. Dr. Micha Brumlik Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.08.03

Dokument 2 für unsachliche jüdische Hetze gegen einen britischen Philosophen: Die linken Gewaltfantasien von Ted Honderich Von Natan Sznaider Man soll es sich nicht nehmen lassen, dem Suhrkamp Verlag herzlich zum 40. Geburtstag seiner edition suhrkamp zu gratulieren. Denn Suhrkamp beweist mal wieder Mut zum Querdenken. Was es bisher nur auf radikalen Webseiten zu lesen gibt, spricht ein Buch des Suhrkamp Verlags jetzt aus: Juden in Israel umzubringen ist ein moralischer Akt, ein moralisches Recht. Die Tötungen sind unvermeidlich. Im Befreiungskampf der unterdrückten Völker darf man zu solchen Mitteln greifen und Café- und Restaurantbesucher einfach in die Luft jagen und in Stücke reißen. Der Philosoph Ted Honderich gibt in seinem Buch Nach dem Terror - Ein Traktat, das von Suhrkamp in seine Editionsreihe aufgenommen wurde, die philosophische Rechtfertigung des Terrors. "Diejenigen, die sich selbst für die Sache ihres Volkes getötet haben, haben sich in der Tat selbst gerechtfertigt", so heißt es auf Seite 236. Honderich scheint ein erotisches Flattern beim Schreiben dieser Sätze zu verspüren und weiß, dass er eine "schreckliche Wahrheit" ausspricht. "Der angesehene Philosoph Ted Honderich", heißt es im Klappentext, "zeigt mit diesem ethisch-politischen Traktat, was man als angewandte philosophische Ethik bezeichnen könnte." Aufrufe, Israelis in die Luft zu jagen, werden so als angewandte philosophische Ethik bezeichnet. All das kann man als das Gewäsch eines Durchgedrehten betrachten. Aber es scheint mehr auf dem Spiel zu stehen. Wie in der gestrigen Ausgabe dieser Zeitung zu lesen war, wurde das Buch von keinem Geringeren als Jürgen Habermas empfohlen, dem es nun Leid tut, auf Gefühle keine Rücksicht genommen zu haben. Da macht es sich der angesehene deutsche Philosoph zu einfach. Deprimiert sei er durch seinen Amerika- Aufenthalt gewesen. Und es scheint, dass diese Depression ihn dazu veranlasst hat, ein Buch für die Jubiläumsausgabe der edition suhrkamp zu empfehlen, das offen für den Mord an Israelis plädiert und sich auch trotz der Habermasischen Drehungen den Vorwurf des Antisemitismus nicht ersparen kann. Ein bisschen habe er aufgeatmet, als das Manuskript des Kollegen eine andere Sicht zur Geltung brachte. Alle Achtung. Bei Habermas ist die Rechtfertigung des Terrors gegen Juden nicht mehr als das "Gerechtigkeitspathos eines alten Sozialdemokraten". Lieber Herr Habermas, das hat nichts mehr mit gewachsenen Empfindlichkeiten zu tun. Ihre zwar distanzierte, aber vorhandene Solidarität mit dem Kollegen macht Sie in den Augen nicht nur vieler jüdischer Menschen suspekt. Denn ein kurzer Blick auf die Homepage des "angesehenen" Philosophen zeigt sehr schnell, welch Geistes Kind er ist. Dort wird dem Begriff der Selbstinszenierung eine ganz neue Bedeutung gegeben. Größenwahn ist wahrscheinlich einer der bescheidensten Begriffe, mit denen man diese Website bewundern müsste. Gewiss, dafür gibt es das Internet, alles darf gesagt werden. Dort findet man auch das Papier "Terrorism for Humanity", eine Art philosophischer Leitfaden, warum Palästinenser weitermachen müssen, sich und ihre Feinde in die Luft zu jagen. Vielleicht sollte man Honderich davon unterrichten, dass sogar die Palästinenser nicht mehr daran glauben wollen. Auch haben die großen Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch Terrorangriffe auf Zivilisten als "Verbrechen gegen die Menschheit" bezeichnet. Dem Philosophen kann das egal sein. Er findet, dass Pizza essende Mütter und ihre Kinder moralisch gerechtfertigte Opfer im anti-imperialistischen Befreiungskampf sind. Natürlich darf man solchen Unsinn verbreiten. Im Internet geht ja bekanntlich alles. Dort tummelt sich Seriöses neben den tiefen Gedanken eines jeden Wahnsinnigen. Deshalb begrüßen wir das Netz als demokratischen Tummelplatz jeder Idee. Dem Nutzer muss man dann zutrauen, sich Gedanken zu machen. Sollte einer der renommiertesten Verlage nun zum Tummelplatz aller Judenmordfantasien werden? Nur zu. Zensieren will man ja nicht. Terror für die Menschlichkeit ist da nur die neueste Variante des philosophischen Hasses auf Juden und natürlich auch auf Amerika. Und natürlich hängen die Dinge zusammen. Terror für die Menschlichkeit, nur zu! Denn auch die Opfer des 11. Septembers sind selbst Schuld an ihrem Unglück. Ihre Schuld liegt in den Augen des neuen Suhrkamp- Philosophen nur in der Tatsache, dass sie ein besseres Leben lebten und dass sie dieses Leben nicht verdienten und es auch noch dazu auf Kosten der Unterdrückten lebten. Das Morden des 11. Septembers war moralisch gerechtfertigt, weil die Kindersterblichkeit in Malawi zu hoch ist. Angewandte philosophische Ethik nennt man das.(....) Quelle: Frankfurter Rundschau 06.08.03 Honderichs Antwort auf die jüdische Hetze (08.08.03) Offener Brief an die Johann-Wolfgang-Goethe Universitaet zu Frankfurt/Main von Professor Dr. Ted Honderich AKADEMISCHE GRUNDSAETZE Micha Brumlik, Direktor des Fritz-Bauer-Institutes zur Geschichte des Holocaust und seiner Wirkung in Frankfurt/Main und Professor am Institut fuer allgemeine Erziehungswissenschaft der Universitaet Frankfurt/Main, erklaert mich zum Antisemiten. Er tut dies, weil ich in meinem Buch "Nach dem Terror" das moralische Recht der Palaestinenser zum Widerstand gegen den Staat Israel verteidige -- gegen einen Staat Israel, der sein moralisches Recht verteidigt, Palaestinenser zu toeten. Die Beschuldigung, ein Antisemit zu sein, empoert mich und uebersteigt mein Fassungsvermoegen. Wie konnten die Herausgeber von "Nach dem Terror" bei den Verlagen der Unversity of Edinburgh und der Columbia University New York sowie der deutschen Uebersetzung beim Suhrkamp Verlag meinen Antisemitismus uebersehen? Niemand kann mein Buch lesen und solche Dinge behaupten, sofern er nicht bereits dem "Neuen Zionismus" angehoert. Sicherlich wird Brumliks Anklage nun psychoanalytische Untersuchungen der Fragen nach sich ziehen, warum ich mit einer juedischen Frau verheiratet war, warum ich mich wegen des Holocaust weigerte, in Deutschland Vortraege zu halten, usw. Die Unverfrorenheit und Dummheit der Anschuldigung des Antisemitismus laesst fuer mich nur einen Schluss zu: naemlich den, dass es falsch waere, auch nur einen einzigen Satz in Brumliks Brief ernst zu nehmen. Darueber hinaus halte ich es fuer widerwaertig, mich mit Personen in Beziehung zu setzen, deren politische Ansichten ich nicht teile. Weiter ist es unwuerdig, wenn versucht wird, Druck auf ein Verlagshaus von exzellentem internationalen Ruf auszuueben. Solch katastrophale Vergehen an Wahrheit und Anstand sind mit akademischen Grundsaetzen unvereinbar. Die einzig moegliche Konsequenz ist meines Erachtens, Micha Brumlik umgehend von den akademischen Positionen, die er bekleidet, zuentbinden. Hochachtungsvoll, Prof. Dr. Ted Honderich


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
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